strand_silviaWIE KOMMT EIN SEEPFERDCHEN AN DIE DONAU?

Wie ein Seepferdchen an Donau kommt - diese Frage stellte der Verein Vierteltreff Alt-Urfahr West im August 2009. Auf dem Stadtplan entdeckt man die Antwort: Alt-Urfahr hat die Form eines Seepferdchens, das sich auf der Donau treiben lässt. Das Ziel der ProjektträgerInnen war es, in diesem „Seepferdchen” Begegnungszonen und Kommunikationsräume zu schaffen. Da der Verein noch ohne Obdach ist, verlegte er sein Tätigkeitsfeld in den öffentlichen Raum des Stadtteils.

Öffentliche Wohnzimmer am Steinmetzplatz, auf der „Wies’n” und am Donaustrand gaben Raum und Anregung zum gemeinsamen Spielen, Handarbeiten, Musizieren und Diskutieren. Die Wohnzimmer wurden mit Möbeln vom Trödler oder Spenden von BewohnerInnen eingerichtet. Der Gestaltungsprozess dauerte aber den ganzen Monat August über an: Bewegung und Veränderung waren erwünscht.

Die von Chris Althaler kuratierte Ausstellung „Die unglaubliche KünstlerInnendichte in Alt-Urfahr” im Neuen Rathhaus zeigte von 5. bis 30. August 2009 Arbeiten der zahlreich im Stadtteil lebenden KünstlerInnen.

Sommerkinoabende im Hof des Flüchtlingsheimes von SOS-Menschenrechte oder im Cafe Bague/pro mente, Lesungen in privaten Wohnzimmern, Musik aus allen Richtungen, Fährbetrieb mit Zille, BauchladenträgerInnen, Tauschmarkt der Nachbarschaftshilfe, Figurentheater und historische Rundgänge durch den Stadtteil zeigten auf, welche Vielfalt der Kulturen und Generationen in diesem Stadtteil lebt.

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Auszüge aus dem Endbericht des Projektteams:

Ob und wie eine Veranstaltung gelungen ist, spiegelt sich im wiederholten Besuch, in der entspannten Atmosphäre und den positiven Rückmeldungen, die sowohl von Gästen als auch Mitwirkenden kamen.

Die Möblierung der Wiese - so beliebt das Wohnzimmer bei den Gästen war-  sorgte für Konfliktstoff mit den AnrainerInnen, die sich in ihrer Privatsphäre gestört fühlten. Es überwogen aber bei Weitem die positiven Rückmeldungen.

Einige Aussagen von „MieterInnen“ des Wohnzimmers:

„Mir ist, als wäre ein Fenster aufgegangen. Viele dieser Begegnungen wären nicht möglich gewesen ohne Wohnzimmer.“

„Bei mir zuhause steht immer ein Korb mit Kaffeegeschirr und Tischtuch bereit. So-bald ich Zeit habe, komme ich über die Donau und setz mich ins Wohnzimmer.“

„Das Wohnzimmer sollte immer stehen bleiben.“

„Wir verbringen heuer unseren Urlaub hier im Wohnzimmer. Es ist sehr erholsam.“

„Wenn das Ziel des Projektes Begegnung war, dann ist die Idee aufgegangen. So viele Menschen habe ich vorher niemals kennen gelernt!“

„Das Wohnzimmer fehlt mir. Ich habe mich so daran gewöhnt.“

Aussagen zu den Veranstaltungen:

„Wir haben gerne bei euch gespielt.“

„Es war schön, dabei zu sein!“

„Bei Ihnen gefällt es mir am Besten. Sie haben für jeden etwas dabei - für Jung und Alt.“

„Die Wohnzimmer-Lesungen müssen wir unbedingt fortsetzen.“

„Sommerkino - das gefällt mir, das könnten wir wiederholen!“

„Wenn wir gewusst hätten, wie nett es wird, hätten wir mehr Freunde mitge-nommen.“

„Das Seepferdchen-Projekt und „kulturbaden Ottensheim“ sind die schönsten Projekte von Linz09!“

Und so weiter ….